Sales Manager wird man in Deutschland nicht über einen einzigen festen Ausbildungsweg. Der Beruf ist nicht geschützt: Es zählen Erfahrung, Kommunikationsstärke und der Umgang mit CRM-Systemen. Üblich sind vier Wege: eine kaufmännische Ausbildung, ein Studium, der interne Wechsel aus einer anderen Abteilung oder der Quereinstieg über eine Sales Manager Weiterbildung.

Dieser Artikel zeigt, was der Beruf umfasst, was man verdient, welche Wege es gibt und wie eine Weiterbildung gefördert werden kann.

Was macht ein Sales Manager?

Ein Sales Manager verantwortet den Verkaufsprozess eines Unternehmens, heute überwiegend digital. Statt Klinken zu putzen, arbeitest du mit CRM-Systemen, Videocalls, Social Selling und datenbasierten Analysen.

  • Steuerung digitaler Vertriebsprozesse vom Erstkontakt bis zum Abschluss
  • Entwicklung und Umsetzung von Vertriebsstrategien
  • Analyse von Vertriebskennzahlen und Optimierung der Performance
  • Zusammenarbeit mit Marketing und Geschäftsleitung

Der Begriff Digital Sales Manager meint dasselbe Berufsbild mit klarem Schwerpunkt auf digitalen Kanälen und Werkzeugen. Bei uns gibt es beides: den Sales Manager im digitalen Vertrieb in 8 Monaten (offizieller Maßnahmetitel „Sales Manager – Digitaler Vertrieb“) und den Digital Sales Manager als Kompaktkurs in 5 Monaten.

Vier Wege in den Beruf

Welcher Weg passt, hängt vor allem davon ab, wo du gerade stehst.

  • Kaufmännische Ausbildung: ein klassischer Einstieg, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Groß- und Außenhandel oder für Büromanagement. Danach geht es über Junior-Rollen im Vertrieb weiter.
  • Studium: BWL, Wirtschaftsinformatik oder ein verwandtes Fach. Für viele Stellen ist ein Studium kein Muss, es hilft aber bei größeren Konzernen.
  • Interner Wechsel: aus Kundenservice, Innendienst oder Marketing in den Vertrieb. Wer Produkt und Kunden kennt, hat einen Vorsprung.
  • Geförderte Weiterbildung: der übliche Weg für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Sie dauert einige Monate, endet mit anerkannten Zertifikaten und kann über einen Bildungsgutschein bezahlt werden. Einen Überblick gibt die Sales Manager Weiterbildung.

Wie ein Wechsel praktisch abläuft, steht im Ratgeber Quereinstieg in den Vertrieb und in Berufliche Neuorientierung.

Was verdient ein Sales Manager?

Das mittlere Jahresgehalt (Median) für Sales Manager in Deutschland liegt bei rund 54.500 Euro brutto. (Quelle: StepStone Gehaltsdaten, Stand 2026.)

Wie viel es im Einzelfall wird, hängt vor allem von vier Faktoren ab: Branche, Region, Berufserfahrung und dem Verhältnis zwischen Fixgehalt und Provision. Ein variabler Anteil ist im Vertrieb die Regel, wer gute Zahlen liefert, verdient entsprechend mehr.

Für Quereinsteiger heißt das: Der Einstieg liegt zunächst unter dem Durchschnitt. Der Vertrieb gehört aber zu den wenigen Bereichen, in denen sich Leistung unmittelbar im Einkommen niederschlägt und in denen Herkunft und Abschluss weniger zählen als Ergebnisse.

Welche Jobs dir danach offenstehen

Der digitale Vertrieb zählt zu den wachstumsstärksten Unternehmensbereichen. Nahezu jedes Unternehmen beschäftigt Menschen im Vertrieb, im Kundenmanagement oder im Customer Success. Zum Stand August 2026 waren allein bei der Agentur für Arbeit und auf StepStone über 65.700 passende Stellen ausgeschrieben.

Je nach Unternehmen variieren die Stellenbezeichnungen. Die vermittelten Inhalte sind branchenübergreifend einsetzbar. Wie der Arbeitsalltag im Vertrieb konkret aussieht, welche Aufgaben täglich anfallen und was man dabei verdient, liest du hier: Was macht ein Vertriebsmitarbeiter?

Geht das auch als Quereinsteiger?

Ja. Der Vertrieb ist einer der wenigen Bereiche, die konsequent nach Persönlichkeit statt nach Abschluss einstellen. Eine kaufmännische Vorbildung ist nicht erforderlich. Wichtiger sind Freude am Umgang mit Menschen, Ausdauer und die Bereitschaft, sich mehrere Monate konzentriert einzuarbeiten.

Wie wird eine Weiterbildung gefördert?

Ist eine Weiterbildung nach AZAV zugelassen, kann sie über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters vollständig bezahlt werden. Je nach Situation kommen auch die Deutsche Rentenversicherung, der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr oder eine Berufsgenossenschaft als Kostenträger infrage. Wer gefördert wird, entscheidet immer der jeweilige Kostenträger.

Was du dafür brauchst, steht im Ratgeber Bildungsgutschein: Voraussetzungen und Antrag. Wurde dein Antrag abgelehnt, hilft Bildungsgutschein abgelehnt: Was du jetzt tun kannst.

Die Sales Akademie bietet zwei nach AZAV zugelassene Vollzeit-Weiterbildungen im virtuellen Klassenzimmer an: Sales Manager im digitalen Vertrieb über 8 Monate und den Kompaktkurs Digital Sales Manager über 5 Monate. Alle Details zu Modulen, Terminen und Zertifikaten stehen auf den Kursseiten.

Häufige Fragen

Was macht ein Sales Manager?

Ein Sales Manager verantwortet den Verkaufsprozess eines Unternehmens: Er entwickelt Vertriebsstrategien, betreut Kunden von der Erstansprache bis zum Abschluss, arbeitet mit CRM-Systemen und analysiert Vertriebskennzahlen. Im digitalen Vertrieb läuft ein Großteil davon über Online-Kanäle.

Wie viel verdient ein Sales Manager?

Das mittlere Jahresgehalt (Median) liegt in Deutschland bei rund 54.500 Euro brutto (Quelle: StepStone Gehaltsdaten, Stand 2026). Je nach Branche, Region, Erfahrung und Provisionsmodell kann es deutlich darüber oder darunter liegen.

Ist Sales Manager eine Führungsposition?

In den meisten Unternehmen nicht. Der Titel bezeichnet in der Regel eine Fachposition im Vertrieb mit eigener Umsatzverantwortung, aber ohne Personalverantwortung. Führungsaufgaben kommen typischerweise erst mit Rollen wie Sales Team Lead oder Vertriebsleitung hinzu.

Brauche ich ein Studium?

Nein. Für die meisten Vertriebsstellen ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Unternehmen achten stärker auf Kommunikationsstärke, Verlässlichkeit und Erfahrung mit CRM-Systemen.

Wie lange dauert der Einstieg?

Mit einer Vollzeit-Weiterbildung liegen je nach Kurs rund fünf bis acht Monate zwischen Start und Abschluss. Wie schnell danach der erste Job kommt, hängt von Region, Bewerbung und Branche ab.

Nächster Schritt

Ob eine geförderte Weiterbildung für dich infrage kommt, klärst du am besten in einer kostenlosen Beratung. Du erreichst uns auch telefonisch unter 030 31192051.