B2B-Vertrieb ist der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen an andere Unternehmen, also „Business to Business“. Typisch sind mehrere Beteiligte auf Kundenseite, längere Entscheidungswege und langfristige Geschäftsbeziehungen. Für Quereinsteiger gibt es Einstiegsrollen wie Sales Development Representative oder Inside Sales, für die vor allem Kommunikationsstärke und Grundlagenwissen zählen.

Vertriebsmitarbeiterin präsentiert zwei Geschäftskunden ein Angebot

Was unterscheidet B2B- vom B2C-Vertrieb?

Im B2C-Vertrieb (Business to Consumer) verkaufen Unternehmen an Privatpersonen. Die Entscheidung trifft meist eine Person, oft schnell und auch aus dem Bauch heraus. Im B2B-Vertrieb kauft ein Unternehmen, und dort sieht der Prozess anders aus:

Emotionen spielen trotzdem eine Rolle. Auch im B2B kaufen Menschen, und Vertrauen in den Ansprechpartner ist oft entscheidend. Mehr dazu liest du im Artikel zur Verkaufspsychologie.

Was ist ein Buying Center?

Als Buying Center bezeichnet man die Gruppe von Personen, die in einem Unternehmen an einer Kaufentscheidung beteiligt sind. Ein bekanntes Modell stammt von den Wissenschaftlern Frederick E. Webster und Yoram Wind. Es unterscheidet mehrere Rollen:

Eine Person kann mehrere Rollen übernehmen. Für den Vertrieb heißt das: Du musst herausfinden, wer beteiligt ist, und jede Rolle mit den passenden Argumenten ansprechen. Der Einkauf achtet auf Preis und Konditionen, der Benutzer auf die Bedienbarkeit.

Warum dauern Entscheidungen im B2B so lange?

Je mehr Menschen beteiligt sind und je höher der Auftragswert ist, desto länger dauert es meist. Angebote werden verglichen, Budgets freigegeben, interne Abstimmungen eingeplant. Bei komplexen Lösungen können Monate vergehen.

Für dich im Vertrieb bedeutet das: Geduld, gute Dokumentation und regelmäßiges Nachfassen. Ein CRM-System hilft, den Überblick zu behalten, wer wann was gesagt hat und was der nächste Schritt ist. Wie ein Verkaufsprozess in Phasen gegliedert wird, zeigt der Sales Funnel.

Welche Rollen gibt es im B2B-Vertrieb?

Viele B2B-Unternehmen teilen den Vertrieb in spezialisierte Rollen auf. Die Bezeichnungen sind nicht einheitlich, aber diese Aufteilung ist verbreitet:

Sales Development Representative (SDR)

SDRs stehen am Anfang des Prozesses. Sie recherchieren Kontakte, sprechen Interessenten an, prüfen, ob Bedarf besteht, und vereinbaren Termine für das Vertriebsteam. Die Rolle gilt als typischer Einstieg. Mehr dazu im Artikel zum Sales Development Representative.

Account Executive

Account Executives übernehmen qualifizierte Interessenten und führen sie bis zum Abschluss. Sie präsentieren Lösungen, erstellen Angebote und verhandeln. Für diese Rolle wird häufig bereits Vertriebserfahrung erwartet. Ein möglicher Weg dorthin führt über die SDR-Rolle.

Account Manager und Key Account Manager

Account Manager betreuen bestehende Kunden und bauen die Zusammenarbeit aus. Key Account Manager kümmern sich um besonders wichtige Großkunden. Für Key-Account-Positionen setzen Arbeitgeber in der Regel mehrjährige Berufserfahrung voraus, sie sind also eher ein späterer Karriereschritt.

Daneben gibt es Rollen wie Inside Sales Manager, Customer Success Manager oder Business Development Manager.

Vertriebsmitarbeiter im Videocall mit Geschäftskunden

Welche Methoden werden im B2B-Vertrieb genutzt?

Wie Unternehmen diese Methoden kombinieren, legt die Vertriebsstrategie fest.

Welche Fähigkeiten brauchst du im B2B-Vertrieb?

Wie gelingt der Einstieg als Quereinsteiger?

Viele Einstiegsrollen im B2B-Vertrieb setzen kein Studium voraus. Arbeitgeber achten vor allem auf Kommunikationsstärke, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft, sich in Produkte und Branchen einzuarbeiten. Branchenwissen aus einem früheren Beruf kann ein echter Vorteil sein, etwa wenn du aus der Logistik kommst und nun Software für Logistikunternehmen verkaufst.

Was dir als Quereinsteiger oft fehlt, sind Vertriebsgrundlagen und Erfahrung mit den Werkzeugen. Dazu gehören Gesprächsführung, der Umgang mit CRM-Systemen und das Verständnis von Kennzahlen. Weitere Tipps findest du im Artikel Quereinstieg in den Vertrieb.

Wo lernst du B2B-Vertrieb?

In unseren geförderten Weiterbildungen lernst du die Grundlagen, die im B2B-Vertrieb gebraucht werden. Im Sales Manager im digitalen Vertrieb (8 Monate) gehören Training in Verkaufskommunikation und Beratung sowie Verkaufsgespräche mit echten Kunden im Praxisteil dazu. Im Digital Sales Manager Kompaktkurs (5 Monate) sind unter anderem Leadgenerierung und Kundengewinnung, digitale Verkaufsgespräche und Verhandlung sowie Kundenmanagement und Vertriebsprozesse Teil der Weiterbildung. In beiden arbeitest du mit Salesforce und HubSpot.

Die Weiterbildungen sind nach AZAV zugelassen und können zum Beispiel über einen Bildungsgutschein gefördert werden. Ob du gefördert wirst, entscheidet dein Kostenträger.

Du möchtest in den B2B-Vertrieb wechseln? In der kostenlosen Beratung besprechen wir deine Optionen und prüfen deine Förderfähigkeit. Telefonisch erreichst du uns unter 030 31192051.

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