Ein moderner Lebenslauf ist übersichtlich, meist ein bis zwei Seiten lang, beginnt mit einem kurzen Profil und listet die Stationen umgekehrt chronologisch auf, also die aktuellste zuerst. Weiterbildungen und Zertifikate bekommen einen eigenen Abschnitt. Wichtig ist außerdem, dass Bewerbermanagement-Software den Lebenslauf problemlos lesen kann.

Frau gestaltet ihren modernen Lebenslauf am Laptop

Was macht einen Lebenslauf modern?

Früher war der Lebenslauf eine vollständige Liste aller Stationen seit der Schulzeit. Heute soll er vor allem zeigen, was du für die ausgeschriebene Stelle mitbringst. Personalverantwortliche überfliegen Lebensläufe oft zuerst nur. Deshalb zählt, dass die wichtigsten Informationen sofort ins Auge fallen.

Modern heißt dabei nicht bunt. Ein klares Layout, eine gut lesbare Schrift und eine logische Gliederung wirken meist professioneller als aufwendige Grafiken.

Wie ist ein moderner Lebenslauf aufgebaut?

Eine bewährte Reihenfolge sieht so aus:

Wenn du gerade eine Weiterbildung abgeschlossen hast, die für die neue Stelle wichtiger ist als deine frühere Tätigkeit, kannst du den Abschnitt Weiterbildung auch vor die Berufserfahrung stellen. Das ist besonders beim Quereinstieg in den Vertrieb sinnvoll.

Das Kurzprofil

Das Profil ersetzt nicht das Anschreiben, gibt aber in wenigen Sekunden eine Orientierung. Ein Beispiel für einen Quereinsteiger: „Kaufmann im Einzelhandel mit mehrjähriger Erfahrung in Kundenberatung und Reklamationsbearbeitung. Weiterbildung im digitalen Vertrieb mit IHK-Zertifikaten und Praxis in Salesforce und HubSpot. Suche eine Position im Inside Sales.“

Aufgaben und Ergebnisse statt Pflichtenheft

Beschreibe pro Station drei bis fünf Punkte. Starte mit einem Verb und nenne, was du erreicht hast, wenn du es belegen kannst. „Betreuung von Stammkunden im Großhandel, Erstellung von Angeboten“ sagt mehr als „Kundenbetreuung“. Welche Soft Skills du dabei zeigen kannst, liest du im Beitrag Soft Skills.

Layout, Länge und Foto

Layout

Wähle eine gängige Schrift, ausreichend Weißraum und einheitliche Abstände. Datumsangaben stehen am besten immer an derselben Stelle, zum Beispiel links im Format MM/JJJJ. Verschicke den Lebenslauf als PDF, damit die Formatierung erhalten bleibt, und benenne die Datei eindeutig, etwa „Lebenslauf_Vorname_Nachname.pdf“.

Länge

Für die meisten Bewerbungen reichen ein bis zwei Seiten. Wer viele Jahre Berufserfahrung hat, kann ältere oder für die Stelle unwichtige Stationen kürzer fassen. Lücken solltest du dabei nicht verschleiern. Wie du sie ehrlich darstellst, erklärt der Artikel Lücke im Lebenslauf.

Foto

Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland keine Pflicht. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) soll Benachteiligungen unter anderem wegen des Alters, des Geschlechts oder der ethnischen Herkunft verhindern. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes empfiehlt Arbeitgebern für anonymisierte Bewerbungsverfahren, Angaben zu entfernen, die Hinweise auf solche Merkmale geben, insbesondere Fotos.

Ob du ein Foto beilegst, entscheidest du selbst. Wenn ja, sollte es ein aktuelles, professionelles Porträt sein, kein Urlaubsbild. Ähnliches gilt für Geburtsdatum, Familienstand oder Staatsangehörigkeit: Diese Angaben kannst du weglassen, wenn sie für die Stelle nicht nötig sind. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Weiterbildung im Lebenslauf richtig angeben

Weiterbildungen zeigen, dass du dich aktiv weiterentwickelst. Damit sie wirken, sollten sie genau und nachvollziehbar angegeben sein.

Ein Beispiel für eine Weiterbildung im Vertrieb:

Die Daten im Beispiel sind frei gewählt. Übernimm die Bezeichnungen immer genau von deinen eigenen Zertifikaten. Mehr zu den Tool-Zertifikaten liest du in den Beiträgen Salesforce-Zertifizierung und HubSpot-Zertifizierung.

Nenne die Systeme zusätzlich im Abschnitt Kenntnisse, zum Beispiel „CRM: Salesforce, HubSpot“. So werden sie auch gefunden, wenn jemand gezielt danach sucht.

Personaler sichtet Bewerbungen in einer Bewerbungssoftware

So wird dein Lebenslauf ATS-freundlich

Viele Unternehmen nutzen Bewerbermanagement-Systeme, im Englischen Applicant Tracking Systems (ATS). Sie lesen Lebensläufe automatisch aus und helfen beim Sortieren. Damit das klappt:

Häufige Fehler im Lebenslauf

Bereite dich auch darauf vor, jede Station im Vorstellungsgespräch kurz erklären zu können.

Unterstützung durch eine geförderte Weiterbildung

Wenn du über eine Weiterbildung in den Vertrieb wechselst, erhältst du Zertifikate, die du im Lebenslauf angeben kannst. Beide Kurse der Sales Akademie, Sales Manager im digitalen Vertrieb und der Digital Sales Manager Kompaktkurs, schließen mit 9 Zertifikaten ab. Im Digital Sales Manager Kompaktkurs sind Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche Teil der Weiterbildung.

In beiden Kursen begleitet dich eine individuelle Karriereberatung bis zu sechs Monate nach Kursende. Eine Stelle ist damit nicht garantiert, deine Unterlagen kannst du aber gezielt überarbeiten. Ob die Weiterbildung gefördert wird, etwa mit einem Bildungsgutschein, entscheidet der Kostenträger.

Dein nächster Schritt

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