In einer Gehaltsverhandlung überzeugst du am ehesten mit einer realistischen Zahl, die du vorher recherchiert hast, und mit Argumenten, die zeigen, was du für die Stelle mitbringst. Im Vertrieb kommt eine Besonderheit dazu: Oft besteht das Gehalt aus einem festen und einem variablen Teil, den du genau verstehen solltest.

Mitarbeiterin führt eine Gehaltsverhandlung mit ihrem Vorgesetzten

Wann wird über das Gehalt gesprochen?

Das Gehalt kann an mehreren Stellen Thema werden: in der Bewerbung, wenn die Stellenanzeige nach deiner Gehaltsvorstellung fragt, im ersten oder zweiten Vorstellungsgespräch und schließlich bei der Vertragsverhandlung. Bei einer bestehenden Stelle kommt das Mitarbeitergespräch hinzu. Dieser Artikel konzentriert sich auf den Berufseinstieg und den Jobwechsel. Wenn du gerade den Arbeitgeber wechseln willst, findest du weitere Tipps im Beitrag Jobwechsel.

Vorbereitung: Was ist ein realistisches Gehalt?

Die wichtigste Grundlage ist eine gute Recherche. Zwei frei zugängliche Quellen helfen dir dabei:

Zur Orientierung einige Werte aus dem StepStone Gehaltsplaner (Median brutto pro Jahr, abgerufen im August 2026):

Das sind Orientierungswerte, keine Zusagen. Was du selbst verdienst, hängt unter anderem von Berufserfahrung, Region, Branche und Unternehmensgröße ab. Ohne Vertriebserfahrung solltest du dich deshalb nicht am oberen Ende einer Spanne orientieren. Mehr zu einzelnen Rollen liest du etwa in den Beiträgen Inside Sales Manager und Was macht ein Sales Manager?.

Rechne dir außerdem aus, was du mindestens brauchst. Diese Untergrenze verrätst du nicht, sie hilft dir aber, im Gespräch ruhig zu bleiben.

Gehaltsvorstellung in der Bewerbung angeben

Fragt die Stellenanzeige nach deiner Gehaltsvorstellung, solltest du sie auch nennen. Üblich ist das Bruttojahresgehalt. Du kannst eine konkrete Zahl oder eine enge Spanne angeben, zum Beispiel: „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 45.000 bis 48.000 € brutto im Jahr.“

Bei einer Spanne gilt: Die untere Grenze sollte ein Betrag sein, mit dem du zufrieden bist, denn viele Arbeitgeber orientieren sich daran. Die Zahlen im Beispiel sind frei gewählt und keine Empfehlung für eine bestimmte Stelle.

Fixgehalt, Provision, Bonus: Das Gehalt im Vertrieb

Im Vertrieb ist ein variabler Gehaltsanteil verbreitet. Er hängt davon ab, ob du vereinbarte Ziele erreichst, zum Beispiel Umsatz, Neukunden oder Termine. Bevor du zustimmst, solltest du diese Punkte klären:

Lass dir die Regeln für den variablen Anteil schriftlich geben. Beim Vergleich zweier Angebote hilft es, beide Teile getrennt zu betrachten: Ein höheres Gesamtgehalt nützt dir wenig, wenn die Ziele kaum erreichbar sind. Wie Vertriebsziele gemessen werden, erklärt der Beitrag Vertriebskennzahlen.

Mann bereitet Argumente für seine Gehaltsverhandlung vor

Welche Argumente überzeugen?

Arbeitgeber zahlen für den Nutzen, den du bringst, nicht für deine Kosten. Private Gründe wie Miete oder Kredit gehören deshalb nicht in die Verhandlung. Überzeugender sind:

Wie du deine Stärken glaubwürdig beschreibst, liest du im Beitrag Soft Skills.

So läuft die Verhandlung ab

Als Vertriebler kannst du die Verhandlung übrigens als Übung sehen: Bedarf klären, Nutzen zeigen, Einwände aufnehmen. Mehr dazu im Beitrag Verkaufstechniken.

Häufige Fehler in der Gehaltsverhandlung

Übe das Gespräch vorher laut. Typische Fragen dazu findest du im Artikel Vorstellungsgespräch: Fragen und Antworten.

Mit einer Weiterbildung besser vorbereitet

Qualifikationen und Zertifikate sind sachliche Argumente in der Verhandlung. Beide Kurse der Sales Akademie, Sales Manager im digitalen Vertrieb und der Digital Sales Manager Kompaktkurs, schließen mit 9 Zertifikaten ab, darunter 3 IHK-Zertifikate sowie Zertifikate von Salesforce und HubSpot. Im Kompaktkurs gehören außerdem digitale Verkaufsgespräche und Verhandlung sowie Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche zu den Lerninhalten.

In beiden Kursen begleitet dich eine individuelle Karriereberatung bis zu sechs Monate nach Kursende. Ein bestimmtes Gehalt oder eine Stelle kann dir niemand zusagen. Ob die Weiterbildung gefördert wird, etwa mit einem Bildungsgutschein, entscheidet der Kostenträger.

Dein nächster Schritt

Wenn du wissen möchtest, ob eine geförderte Weiterbildung für dich infrage kommt, lass dich kostenlos beraten oder ruf an unter 030 31192051. Dort kannst du deine Optionen besprechen.

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