Cross Selling bedeutet, einem Kunden zusätzlich zu seinem Kauf ein ergänzendes Produkt anzubieten, zum Beispiel eine Hülle zum Smartphone. Up Selling bedeutet, ihm statt des gewählten Produkts eine höherwertige Variante anzubieten, etwa das Modell mit mehr Speicher. Beide Methoden setzen bei Kunden an, die bereits Interesse zeigen oder schon kaufen, und funktionieren nur, wenn das Angebot wirklich zum Bedarf passt.

Berater zeigt einem Kundenpaar zusätzliche Angebote auf dem Tablet

Was ist Cross Selling?

Wörtlich übersetzt heißt Cross Selling „Querverkauf“. Du nutzt eine bestehende Kundenbeziehung, um weitere Produkte oder Leistungen aus deinem Sortiment anzubieten, die das bereits Gekaufte sinnvoll ergänzen. Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt es als Ausschöpfung vorhandener Kundenbeziehungen durch zusätzliche Angebote.

Das Ziel: Der Kunde bekommt eine vollständigere Lösung, und das Unternehmen verkauft mehr Produkte pro Kunde. Weil Vertrauen und Kontakt schon bestehen, ist das oft einfacher als die Gewinnung eines neuen Kunden.

Was ist Up Selling?

Beim Up Selling bietest du dem Kunden eine höherwertige Version dessen an, was er ohnehin kaufen möchte oder schon nutzt. Das kann ein größeres Paket, eine Premium-Variante oder ein Tarif mit mehr Leistungen sein. Der Kunde gibt mehr aus, bekommt dafür aber auch mehr.

Up Selling ist nur dann seriös, wenn die teurere Variante ein echtes Problem des Kunden löst. Wer ein kleines Büro mit drei Arbeitsplätzen hat, braucht keine Software für 500 Nutzer.

Was ist der Unterschied zwischen Cross Selling und Up Selling?

Die Unterscheidung ist einfach: Beim Cross Selling kommt etwas dazu, beim Up Selling wird etwas größer oder besser.

Oft wird noch Down Selling genannt: Du bietest eine günstigere Alternative an, wenn das ursprüngliche Angebot nicht ins Budget passt. So verlierst du den Kunden nicht ganz.

Welche Beispiele gibt es aus B2C und B2B?

Beispiele im B2C

Beispiele im B2B

Im B2B-Vertrieb ist Up und Cross Selling oft Aufgabe von Account Managern und Customer Success Managern, die bestehende Kunden betreuen.

Frau führt ein Kundengespräch am Telefon und macht Notizen

Wie gehst du im Kundengespräch vor?

Cross und Up Selling beginnen nicht mit dem Angebot, sondern mit Fragen. Ein bewährter Ablauf sieht so aus:

Die Grundlage dafür sind gute Fragetechniken und eine saubere Nutzenargumentation. Mehr dazu liest du im Artikel Verkaufstechniken und Verhandlungstechniken.

Welche Fehler solltest du vermeiden?

Welche Rolle spielt das CRM-System?

Ein CRM-System (Customer Relationship Management) wie Salesforce oder HubSpot ist die Basis für gezieltes Cross und Up Selling. Dort siehst du, welche Produkte ein Kunde nutzt, wann Verträge auslaufen, welche Anfragen es gab und was im letzten Gespräch vereinbart wurde.

Daraus ergeben sich konkrete Anlässe: Ein Vertrag läuft bald aus, die Nutzerzahl stößt an eine Grenze oder ein Kunde hat mehrfach nach einer Funktion gefragt. Viele CRM-Systeme können dafür Aufgaben oder Erinnerungen anlegen. Außerdem lässt sich auswerten, welche Produktkombinationen häufig zusammen gekauft werden. Wie Kunden überhaupt erst in dein CRM kommen, erklärt der Artikel Leadgenerierung. Wie sich Verkaufschancen über die Phasen hinweg entwickeln, zeigt der Beitrag zum Sales Funnel.

Wo lernst du Cross und Up Selling in einer geförderten Weiterbildung?

Einen eigenen Kurs nur zu Cross und Up Selling bieten wir nicht an. Die Grundlagen dafür sind aber Teil unserer Sales Manager Weiterbildung:

Beide Weiterbildungen finden in Vollzeit statt und können zum Beispiel über einen Bildungsgutschein gefördert werden. Ob du gefördert wirst, entscheidet dein Kostenträger.

Du möchtest wissen, ob eine geförderte Weiterbildung für dich infrage kommt? In der kostenlosen Beratung besprechen wir gemeinsam deine Optionen. Du erreichst uns auch telefonisch unter 030 31192051.

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